Staatsministerin Özoguz zu Gast bei den Flüchtlingsnetzwerken

Am 14.4.2014 war die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Aydan Özoguz, zu Gast bei den Flüchtlingsnetzwerken FLUCHTort Hamburg und Chancen am FLUCHTort Hamburg.

Nach einer Begrüßung durch Herrn Czarnitzky von basis und woge e.V. – der Träger ist mit zwei Teilprojekten an der Netzwerkarbeit beteiligt und heute Hausherr für die Begegnung – erläuterten die Koordinatorinnen der passage gGmbH, Maren Gag und Franziska Voges, die langjährige Entwicklung der Netzwerkarbeit zur beruflichen Integration von Flüchtlingen in Hamburg und Vermittlungserfolge der letzten Jahre. Im Anschluss wurden ausgewählte Projektschwerpunkte präsentiert:


Bahram Habib von ASM und Ilka Tietje von basis und woge e.V. berichteten stellvertretend für die Teilprojekte im Jugendbereich Erfahrungen mit der Ausbildungsfähigkeit von jungen Flüchtlingen und beleuchteten Chancen und Grenzen. Hervorgehoben wurde die Zusammenarbeit mit Hamburger Wirtschaftsbetrieben sowie die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung. Im Bereich der Unterstützung von erwachsenen Flüchtlingen, Beschäftigung aufzunehmen, wurden von Mahamane Diarra von inab und Kerstin Oevermann von verikom sowie Franziska Voges die Erfahrungen mit Profiling- und Vermittlungsverfahren in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beschrieben. Eine besondere Bedeutung hat im dem Kontext auch die Kooperation mit der Handwerkskammer Hamburg bei Kompetenzfeststellung sowie die Dringlichkeit des Zugangs zu berufsbezogener Sprachförderung sowie zu anderen Qualifizierungsmaßnahmen, um die Beschäftigungsfähigkeit zu fördern.


Abschließend wurden im Austausch mit Frau Özoguz auf dringende Reformbedarfe hingewiesen, die auf bundespolitischer Ebene zu lösen sind. Die Staatsministerin wies in diesem Zusammenhang auf die sich in Umsetzung befindlichen Aufträge aus dem Koalitionsvertrag hin. Sie sagte zudem ihre Unterstützung bei dringlichen Problemen zu wie u.a. Sicherstellung der Teilnahme von Flüchtlingen an (berufsbezogenen) Sprachfördermaßnahmen, Abbau von Rechtsbenachteiligungen in verschiedenen Bereichen (z.B. BAföG-Bezug, Zugang zu Reha-Maßnahmen, Zugang zu berufsvorbereitenden Maßnahmen). Frau Özoguz stellte in Aussicht, sich künftig auf Bundesebene stärker für flüchtlingsrelevante Themenstellungen einzusetzen und verwies darauf, dass konkrete Beispiele aus der Praxis dazu beitragen, bestehende Hürden zu abzubauen.