Mit Ehrenpreis ausgezeichnet!

Am 01.03.2016 erhielten Maren Gag und Franziska Voges von der Hamburger Initiative für Menschenrechte (HIM) den Ehrenpreis. Dieser Preis wurden für ihre herausragende Arbeit der Vernetzung im Arbeitsfeld „berufliche Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden“ im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen, zu der HIM in die Hafencity eingeladen hatte und an der ca. 120 Gäste aus der Hamburger Zivilgesellschaft sowie von Unternehmen teilnahmen.

Zudem wurde das Teilprojekt PLIETSCH – Ausbildungsbegleitung für Flüchtlinge durch Mentorinnen und Mentoren von basis & woge e.V. im Projektverbund FLUCHTort Hamburg 5.0 im Hinblick auf ihr innovatives Konzept in der Zusammenarbeit mit Studierenden der Sozialpägagogik ausgezeichnet.

Im Rahmen seiner Laudatio zitierte der Vertreter von HIM, Herr Gottfried von Bismarck, einige Kernpunkte aus einem Expertenvotum: „Der Innovationsgrad ihrer Projekte, die stets so organisiert sind, dass andere Projektträger davon profitieren, ist sehr hoch. Sie akzeptierten zunächst nicht, dass ausländer- oder arbeitsrechtliche Gründe gegen ein vernünftiges und im Sinne der Flüchtlinge chanceneröffnendes Vorgehen stehen, sondern finden kreative Wege des Umgangs mit Restriktionen.

Hierbei versuchen Sie auch, mit Erfolg, Einfluss auf politische und verwalterische Institutionen zu nehmen. So wird auch das zweite Kriterium der Wirksamkeit voll erfüllt. Das dritte Kriterium, ist ebenfalls hervorragend erfüllt, weil die Vernetzung den Kerngedanken der von Ihnen verantworteten Projekte bildet....

In Bezug auf das vierte Kriterium, Vorbildcharakter ist mir kaum ein anderes Projekt bekannt, das so stark nach außen wirkt, schon allein aufgrund der Tatsache, dass Sie meist EU-gefördert sind. Bei Fachtagungen auf lokalem, regionalem, nationalem und internationalem Niveau wurden ihre Ideen und die Ergebnisse ihrer Projekte diskutiert und verbreitet.“

Die Preisträgerinnen illustrierten in ihrer Dankesrede ein Beispiel einer erfolgreichen beruflichen Integration einer jungen Geflüchteten aus Afghanistan, die im Jahr 2006 unter schwierigen ausländerrechtlichen Rahmenbedingungen in einem Hamburger Unternehmen ausgebildet wurde und noch heute dort beschäftigt ist. Sie verwiesen in der Zeitspanne ihrer Tätigkeit als „Netzwerkerinnen“ aufgetretenen arbeitsmarktpolitischen Verbesserungen, aber auch auf die aktuellen gravierenden asylpolitischen Verschlechterungen, die „uns die alten Zustände zunehmend durch die Hintertür wieder hereintragen: Die deutliche Tendenz, Arbeitsmarktintegration und Förderpolitik an eine durch Schutzquoten prognostizierte ‚gute‘ Bleibeperspektive zu koppeln, ist heute für alle, die dafür leider aus den ‚falschen‘ Ländern kommen, das, was früher eine Kettenduldung mit fehlendem Zugang zu Arbeit und Ausbildung war.“